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Startschuss zur Nischenseiten-Challenge 2020

Gestern begann die Nischenseiten-Challenge 2020 und ich bin diesmal auch aktiv dabei!

Was die Nischenseiten-Challenge überhaupt ist, was meine Rolle darin ist und wie ihr selber mitmachen könnt, erfahrt ihr hier in diesem (ersten) Artikel zum Thema.

Einleitende Worte

Was ist eine Nischenseiten überhaupt?

Eine Nischenseite ist eine Webseite im Internet, mit der man versucht, Geld zu verdienen. Im Gegensatz zu großen Online-Shops versucht eine Nischenseite den Fokus gezielt auf eine sehr kleine Produktgruppe zu lenken, dafür aber sehr in die Tiefe zu tauchen.

Besucher von Nischenseiten kommen mit sehr spezifischen Suchbegriffen auf die Webseite und das Ziel besteht nun darin, sie mit fundierten Artikeln und gutem Know-How zum Kauf zu bewegen.

Was ist die Nischenseiten-Challenge überhaupt?

Für diese Frage hole ich kurz etwas aus. Ich lese nun schon seit über 1½ Jahren regelmäßig (soweit geht mein RSS-Feed zurück) den Blog Selbstständig im Netz von Peer Wandiger, der seit über 13 Jahren von seinen Webseiten im Internet lebt. Vermutlich habe ich vorher schon diverse Artikel von ihm gelesen, da diese immer auftauchen, sobald man Richtung „Selbstständigkeit und Geld verdienen im Internet“ sucht.

Peer schreibt zu diversen Themen, die sich ums Geldverdienen im Internet drehen, von WordPress-Plugins, SEO-Tools, über rechtliche Aspekte, bis hin zu persönlichen Artikeln, wie er selber bestimmte Aufgaben erledigt. Im Blog schreiben manchmal auch Gastautoren, was wiederum interessant sein kann, Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Die Nischenseiten-Challenge ist ein – erstmal im Jahr 2012 ausgetragener – Wettkampf, wer innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne die erfolgreichste Nischenseite aufbauen kann. Ursprünglich als Duell zwischen Peer und seinem Kontrahenten Sebastian (hab ich aus den Archiven gekramt) ausgetragen, können aber auch andere Leute an der Challenge mitmachen.

Über Zwischenstände und den aktuellen Fortschritt schreiben die Teilnehmer in ihren Blogs. Peer veröffentlicht diese Berichte dann auf seiner Seite nischenseiten-guide.de.

Zu gewinnen gibt es also nicht wirklich einen Preis, sondern bei der Challenge gilt: Der Weg ist das Ziel.

Am Ende – sofern man die Wettkampf-Zeit bis zum Ende durchhält – hat man eine eigene Nischenseite und ordentlich Erfahrung gesammelt. Und wenn die Webseite dann hinterher auch noch Geld abwirft, dann noch besser 🙂

Was sind meine Ziele?

Vorgeschichte

Seit meinem 18. Geburtstag bin ich im WWW vertreten, habe aber niemals ernsthaft versucht, mit meinen Webseiten Geld zu verdienen. Alle meine Projekte im Netz sind aus Neugier, Langeweile, Proof-of-Concept oder einfach just-for-fun entstanden. Internet und Programmierung sind mein Hobby, entsprechend hab ich auch kein Problem damit, dafür zu bezahlen (also genau das andere Vorzeichen 😉 ).

Mein Ultimativ-Ziel wäre es freilich mal, selbstständig von meinem Hobby leben zu können, aber ich glaube, das ist ein weiter Weg. Für einen ersten Schritt möchte ich deshalb erstmal einen kleinen Zuverdienst erwirtschaften.

Größte Hürde für mich bei diesem Schritt war bisher die Bürokratie. In meinem Arbeitsvertrag hab ich eine „Du darfst nirgends anders arbeiten, ohne mich zu fragen“-Klausel (sinngemäß, nicht wörtlich) und wenn ich mir ein Gespräch der Art „Hey Harry, ich bau woanders nebenbei noch Webseiten. Is doch ok für dich?“ mit meinem Chef vorstelle, dann hätte das sicher nicht den gewünschten Ausgang gehabt 😆.

Entsprechend hab ich bis jetzt auch nicht mal ein Gewerbe angemeldet, den Grundstock, um überhaupt den ersten Cent einnehmen zu können.

Doch das soll sich alles ändern… Ab 1. April (kein Scherz!) habe ich einen neuen Arbeitgeber, mit dem das Thema Nebentätigkeit bereits geklärt ist.

Zeitlich kommt die Nischenseiten-Challenge auch sehr gelegen: Ich bin diese Woche krankgeschrieben und gehe ab 14. März in den Resturlaub, d. h. in der Startphase der Challenge hab ich jede Menge Zeit.

Was erhoffe ich mir von der Nischenseiten-Challenge?

Gleich vorweg: Für mich ist die Nischenseiten-Challenge ein Experiment.

Durchhaltevermögen

Seit über 3 Jahren habe ich diesen Blog hier nun schon am Laufen und komme im Schnitt (mit der „tote Hose“-Phase am Anfang eingerechnet) auf knapp einen Artikel pro Monat. Im letzten Jahr waren es knapp zwei Artikel pro Monat. Also nicht besonders viel.

Ich finde, Texte schreiben ist sehr zeit-intensiv, zumindest dann, wenn sie auch eine gewisse Tiefe haben. Hinzu kommt, dass ich gerne mit Bildern in meinen Artikeln arbeite und diese passend zu erstellen, dauert zusätzlich noch.

Zwar benötigt die Nischenseite nur sehr wenige Artikel, aber ich muss mich hier echt ranhalten und muss mein gewohntes Blog-Tempo um Vielfache übertreffen.

„Nicht in Schönheit sterben“

In der Arbeit geh ich an die Decke, wenn einer diesen dummen Spruch bringt, aber für die Nischenseite muss ich mich hier selber beherrschen und meinen Perfektionismus im Zaum zu halten.

Während ich für dieses Blog hier ein komplett eigenes Theme (kein Child-Theme!) mit GitLab-Build-Workflow geschrieben habe, den WordPress-Code sowie alle verwendeten Plugins in meiner Versionsverwaltung habe und jede Änderung akribisch vor Release prüfe, hab ich mir vorgenommen, für die Nischenseite nichts von alledem zu machen.

Ich werde die Domain registrieren, auf meinen Server schalten, WordPress installieren und danach nur noch über die WordPress-Adminoberfläche arbeiten. D. h.

  • keine lokale Entwicklung
  • kein separates Testsystem
  • kein Docker-Schnickschnack
  • keine* eigenen Plugins
    (* maximal ein einziges Plugin, dass grundliegende Einstellungen am WordPress vornimmt, wenn ich kein anderes Plugin finde, dass das kann)
  • kein eigenes Theme
  • nur grobes Sichten von Plugin-Quellcode
    (ganz ohne wenigstens einen Blick installier ich nun doch nix auf meinem Server)

Gewerbeanmeldung

Wie obig schon erwähnt, ist für mich ein signifikantes Ziel, am Ende einen Gewerbeschein zu haben.

(Geld verdienen)

Ja, diesen Punkt schreibe ich in Klammern. Ich geh nicht mit der Erwartungshaltung „danach werd ich reich“ an die Challenge ran.

Was ich mir vorgenommen habe für die Nischenseiten-Challenge, ist es, abgesehen von einer Domain-Registrierung, keinen Cent auszugeben!

Ich benötige kein Web-Hosting, da ich selber mehrere Server im Internet betreibe und dort sind die Rechnungen so oder so bezahlt. Ich möchte auch kein Geld für irgendwelche Plugins oder Tools ausgeben. Soweit möglich, werde ich mich auf Non-Premium-Versionen oder freie Software beschränken.

Über jeden Cent, der am Ende über die Nischenseite reinkommt, werde ich mich freuen. Aber ich werd auch nicht unglücklich sein, wenn kein Cent reinkommt 🙂

Wie gehts weiter?

Die Nischenseiten-Challenge hat begonnen und von nun an sind 13 Wochen Zeit, die Nischenseite aufzubauen…

Die erste Aufgabe der Nischenseiten-Challenge besteht nun darin, eine „Nische“ zu finden, d. h. das Thema der Webseite auszuwählen.

Ich habe mir hierfür schon Gedanken gemacht und diverse Recherchen gemacht. Über das schreibe ich in meinem nächsten Artikel…

Stay tuned.

Kommentare zu diesem Artikel

  • Hallo Alex,

    einen ähnlichen Ansatz verfolge ich ja bei meiner neuesten Nischenseite auch. Nur das ich mir das Ziel gesetzt habe, komplett auf Premium-Themes und Premium-Plugins zu verzichten. Also quasi alles Standard ohne Kosten.

    Obwohl ich seit vielen Jahren von meinen Webseiten lebe, finde ich es immer wieder Klasse, dass man z.B. durch die Nischenseiten-Challenge neue und interessante Webseiten entdeckt, so wie deine hier. Und besonders dein Cookie-Hinweis ist echt Klasse, wie ja auch Maik schon erkannt hat.

    Bin auf deine Nischenseiten gespannt…

  • Hallo Alex,

    auch für mich ist die NSC2020 ein Experiment. Und deine coole Cookie-Info zeigt, dass die bürokratischen Hürden für so ein Experiment erst einmal ziemlich hoch sind. Ich werde auch bei dir regelmäßig vorbeischauen.

    LG
    Robert

  • Hi Alex,
    gefällt mir gut: kein Docker SchickSchnack. Hab ich nach einigen Versuchen auch wieder weggelassen, und habe jetzt wieder einen stabilen nginx auf Debian im vServer laufen.
    Aber ich hab auch kein WordPress, die Anforderungen an meine statische Seite sind daher sehr gering.

  • Hi Alex,
    Kompliment für dein Cookie Banner 😉
    Das mit deinen vorherigen Arbeitsvertrag ist natürlich blöde, wobei auch hier der gesetzgeber in den meisten Fällen auf deiner Seite ist – den eine Verbot durch den Arbeitgeber sind enge Grenzen gesetzt. Aber recht haben und bekommen … Freu mich das du dabei bist.
    Vielleicht aus eigener Erfahrung : Wenn du „keinen Cent“ investierts sind deine Kosten am Ende vielleicht sogar höher… Den meisten zahlt man mit seiner eigenen Arbeitskraft/Zeit die du investierst. Als jemand der ein Business (Gewerbeschein) aufbauen will wäre die erste Frage: Zu welchen Studenlohn will ich hier eigentlich arbeiten ? Den ganzen Technikkram scheinst du drauf zu haben solltest also Wissen das gute Technik am Ende einen Vorteil bringt. Je nach Thema kannst ggf. mit nackig WordPress auskommen , aber es gibt schon Gründe warum gewisse Themes od. Plugins sich gut verkaufen . Viel Erfolg bin gespannt

  • Hallo Alex,
    sehr interessant was du schreibst. Ein Gewerbe anmelden ist gar nicht so schwierig. Man muss nur den ersten Schritt gehen. 😅
    Viel Erfolg bei deinem Vorhaben. Ich werde dein Report weiter verfolgen.
    Viele Grüße
    Gesine

  • Hey Alex,

    schön zu lesen, dass Du auch an der Challenge teilnimmst und das du ab 01.04 den Weg in die selbständige Nebentätigkeit gehst. Werde den Aufbau deines Projekts mit verfolgen. Würde mich auch freuen, wenn du auch bei mir mal vorbeischaust. Achja, cooles Cookie Banner. 🙂

    Viele Grüße,
    Sven

  • Ich bin sehr gespannt, in welcher Nische deine Seite später zu finden ist. Ich habe jetzt fünf Mal mitgemacht. In diesem Jahr habe ich mir aber eine Auszeit zugesprochen und werde nur mitlesen. Vielleicht kann ich dabei dem Einen oder Anderen auch einmal einen Tipp aus eigener Erfahrung geben.
    Wünsche dir viel Spaß und Erfolg…wie du Letzteres auch immer für dich definierst.

    joergmichael

  • Hallo,
    finde deine Idee sehr gut. So bin ich bisher auch immer vorgegangen. Wer wenig bis kein Geld ausgibt, hat auch schnell etwas verdient. Bin gespannt, was du aufbaust.

    Grüße
    Flo

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